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Mit Paddel und Pedal

REGION/LAND: Schleswig Holstein, Deutschland
KOMMENTAR: Was die Touristiker hier ausgeheckt haben grenzt an Naturgenuss-Genialität. Man ertappt sich dabei, die hier lebenden Bundesgenossen ob dieser Freizeitmöglichkeiten zu beneiden. 


Foto: Bodo Harmuth

Durchs Holsteiner Auenland

Im Schleswig-Holsteinischen Binnenland finden Radler zwischen verwunschenen Flussläufen und idyllischen Seen ein kleines Stück vom Paradies. Durch tiefe Wälder mit uralten Baumriesen, entlang dem Keramikstädtchen Kellinghusen durch flache Marschen zur Elbe - warum nicht mal die Perspektive wechseln und die Pedale gegen ein Paddel eintauschen? Ein Reiher steht reglos im Wasser, ein Eisvogel schießt wie ein Pfeil ins Wasser und am Ufer liegen sattgrüne Wiesen im Sonnenlicht - auf der Stör und ihren Nebenflüssen kann man das Holsteiner Auenland vom Wasser aus entdecken und kommt der Natur ganz nah. Der Wechsel vom Sattel ins Kanu ist bei einer halbtägigen Radtour bestens organisiert - inklusive Rücktransport bzw. Abholservice der am Ufer verwaisten Fahrräder. Entlang der Osterau vorbei am Gesundbrunnen in Bad Bramstedt, dem alten Pastorat in Stellau bis in die Keramikstadt Kellinghusen und weiter auf der Stör bis zum Schloss Breitenburg oder vom Naturpark Aukrug bis nach Brokstedt radeln und von hier aus auf der Stör bis nach Kellinghusen paddeln - ein Blick auf die Radwanderkarte des Kreises Steinburg eröffnet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der individuellen Routengestaltung. Behilflich bei der Planung sind die Tourismusinformationen in Bad Bramstedt, Kellinghusen und Glückstadt sowie die jeweiligen Fahrrad- und Kanu-Verleiher.

Von West nach Ost
Los geht’s mit dem Fahrrad in Bimöhlen entlang der Osterau ca. vier Kilometer in das Moor- und Soleheilbad Bad Bramstedt. Der Ursprung des Kurortes lässt sich im Osterautal erkunden: Hier geht es vorbei an einer Heilquelle, dem so genannten Gesundbrunnen. Wer Kurluft schnuppern und sich etwas Gutes tun möchte, kann durch das frei zugängliche Kneipp-Becken im Kurzentrum waten. Gut gekühlte Radler-Beine können danach auf dem Marktplatz gegenüber dem Schloss unter den Tischen des Café Gripp bei Kaffee und Kuchen oder kleinen Snacks ausgestreckt werden. Von Bad Bramstedt aus führt der Weg weiter entlang der Bramau, auch dies ein Nebenfluss der Stör. Es geht vorbei am alten Pastorat in Stellau, das im Jahre 1706 erbaut wurde und den Pastoren in Stellau bis zum Jahr 1859 als Wohnstätte diente. Heute ist das alte Bauernhaus renoviert und kann, ebenso wie die Kirche, besichtigt werden. Die letzte Rad-Etappe führt in das hübsche Keramikstädtchen Kellinghusen, das Jahrhunderte lang über die Landesgrenzen hinaus für seine Fayencen berühmt war und diese Tradition auch heute wieder pflegt. Hier können die Pedale gegen Paddel eingetauscht werden: Auf der Stör, dem größten Nebenfluss der Elbe, lädt eine ein- bis zweistündige Kanutour bis nach Breitenberg oder Wittenberge oder – je nach Zeit und Ausdauer – vorbei am Schloss Breitenburg bis zur Ausstiegsstelle in Itzehoe ein. Egal wohin die Paddellust treibt - am jeweiligen Endpunkt der Tour kann man sich vom Kanuverleiher abholen und zurück zu seinen Fahrrädern bringen lassen.

Beschilderung und Streckenbeschaffenheit:
Länge: ca. 15 km mit dem Rad; 7 – 10 km mit dem Kanu/Kajak
Streckenbeschaffenheit: größtenteils asphaltiert auf wenig bis mäßig befahrenen Straßen
Ausschilderung: Die Route ist nicht durchgängig ausgeschildert, mit Hilfe des Radkartenmaterials aber sehr einfach zu befahren. Teilweise kann auch der Mönchsweg befahren werden, ausgeschildert mit dem Kirchensymbol.
Anfahrt: Mit der AKN nach Bad Bramstedt und dann ca. 4km nach Bimöhlen mit dem Rad (Von Bad Bramstedt nach Bimöhlen kann ein Rundweg entlang des Mönchsweges und dann wie Streckenbeschreibung zurück nach Bad Bramstedt und weiter befahren werden)

Einkehrmöglichkeiten an der Strecke:
Café Gripp, Bleeck 27, 24576 Bad Bramstedt, Tel. 04192/1444. Kaffee, Kuchen, Bäckerei, Suppen und Snacks gegenüber dem Schloss am Marktplatz

Café Sievert, Sandburg 4, 25563 Wrist, Tel. 04822/5757. Kaffee, Kuchen und warme Küche direkt am Wrister Bahnhof

Von Nord nach Süd:
Störtour
Die Störtour startet auf dem Fahrradsattel im Naturpark Aukrug im Ort Aukrug. Vorbei an sanften Hügeln, Wäldern, Seen und Mooren geht es über Sarlhusen nach Willenscharen, wo im idyllischen Garten des Café Hof Ansgarius selbstgebackener Kuchen, Waffeln und Eis locken. Am Westufer der Stör können die Reste einer sächsischen Ringwallburg aus dem 9. bis 11. Jahrhundert erkundet werden. Weiter geht’s nach Brokstedt, wo die Tour im Kanu auf der Stör fortgesetzt wird. Gepaddelt wird bis nach Kellinghusen, wo ein Bummel durch das hübsche Städtchen Einblicke in die reiche kunsthandwerkliche Tradition gibt. Das Museum informiert über die Ursprünge und Kunst der Fayence und in Töpferwerkstätten kann man die Entstehung der schönen Stücke selbst verfolgen. Liebhaber von dekorativen Plastiken, Gebrauchsgeschirr und Pflanzentöpfen sollten sich für ihre Störtour den 11. und 12. August vormerken. Auf dem alljährlichen Töpfermarkt präsentieren dann die bundesweit besten Keramiker zusammen mit renommierten Kollegen aus dem Ausland ihre Kunst.
Hungrige Ausflügler können sich anschließend im Café Traumbaum im großen Park mit selbst gebackenen Kuchen und Torten verwöhnen lassen. Gruppen können hier nach vorheriger Anmeldung eine Kaffeetafel holsteinischer Art genießen. Frisch gestärkt können Radler und Kanuten den Törn noch einmal Revue passieren lassen – bevor es mit dem Kanuverleiher zurück zu den wartenden Fahrrädern geht.

Beschilderung und Streckenbeschaffenheit: Die Route ist nicht durchgängig ausgeschildert, mit Hilfe des Radkartenmaterials aber sehr einfach zu befahren

Länge: Kann je nach Belieben individuell gestaltet werden, da es verschiedene Einsetzstellen gibt. Mit dem Rad sind 12 - 21 km (oder auch mehr) möglich und 4 - 20 km mit dem Kanu/Kajak
Streckenbeschaffenheit: Größtenteils asphaltiert auf kaum befahrenen Straßen
Ausschilderung: Die Route ist nicht durchgängig ausgeschildert, mit Hilfe des Radkartenmaterials (z.B. Freizeitkarte Kreis Steinburg) aber sehr einfach zu befahren
Anfahrt: Von Hamburg nach Aukrug mit der Regionalbahn

Einkehrmöglichkeiten an der Strecke:
Hof Ansgarius, Am Wallberg 2, 24616 Willenscharen, Telefon: 04324 – 1070, geöffnet Freitag - Sonntag ab 14 Uhr, im August auch donnerstags ab 14 Uhr

Café Traumbaum, Brauerstrasse 25, 25548 Kellinghusen, Tel.: 04822/364959, geöffnet täglich von 13.30 – 20.30 Uhr

Sehenswürdigkeiten:
Töpfermarkt Kellinghusen, 11. – 12. August von 10 – 18 Uhr auf dem Oberen Marktplatz und in der Fußgängerzone

Museum Kellinghusen, Hauptstraße 18, 25548 Kellinghusen, Tel. 04822/376210, geöffnet täglich von 14 – 17 Uhr außer Montags und freitags. Im Januar und Februar ist das Museum geschlossen.
Information und Kartenmaterial für beide Strecken:
Tourismusbüro Bad Bramstedt, Bleeck 17-19 ( Rathaus ), 24576 Bad Bramstedt, Tel.: 04192/50627, touristinfo@bad-bramstedt.de, www.bad-bramstedt.de

Glückstadt Destination Management GmbH, Große Nübelstraße 31, 25348 Glückstadt, Tel. 04124-937585, info@glueckstadt-dm.de, www.glueckstadt-tourist-info.de Notfalltelefon: 04124/6049592
Tourismusbüro Kellinghusen, Hauptstraße 18, Kellinghusen, Tel. 04822/37107, www.kellinghusen.de

Informationen gibt das Regionalmanagement Holsteiner Auenland, Christian Noack, Amt Bad Bramstedt-Land, König-Christian-Str. 6, 24576 Bad Bramstedt, Tel. 04192/2009534, www.holsteinerauenland.de.
Eine Auflistung der Kanuverleihe und –anbieter findet man unter www.sh-kanuland.de/reviere/osterau_dyn.php





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