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Auf dem Kalkalpenweg die Urlaubsregion Pyhrn-Priel erwandern

REGION/LAND: Nationalpark Kalkalpen, Österreich
KOMMENTAR: Eine Tour auf dem insgesamt 156 Kilometer langen Kalkalpenweg ist der Gipfel des Naturgenusses. In elf Tagesetappen führt der Weg von Großraming im Ennstal nach Hinterstoder in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel. In den nächsten Tagen steht eine Auswahl aus den Teilstücken des Kalkalpenweges auf dem Tourenplan, Vielfalt pur.


Die Wurzeralm, ein Hochplateau über Spital am Pyhrn in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel, ist von einer atemberaubenden Bergkulisse eingerahmt. © OÖ. Tourismus/Erber
Die Wurzeralm, ein Hochplateau über Spital am Pyhrn in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel, ist von einer atemberaubenden Bergkulisse eingerahmt. © OÖ. Tourismus/Erber

Von Norbert Mottas

Von Hütte zu Hütte am Kalkalpenweg

Besonders gemütlich und urig sind die Hütten und Almen, die zum Einkehren und Übernachten einladen, bewirtschaftet von gastfreundlichen Menschen, die den verbeikommenden Bergfexen auch gern Tipps geben. Auf diese Weise wird die verdiente Rast am Kalkalpenweg zum kulinarischen Gipfelsieg. Etwa auf der Gowilalm, zu der die Wanderer von Windischgarsten oder Spital am Pyhrn
aufsteigen können: Wer zur Gowilalm kommt tut gut daran, Hunger zu haben, denn hier werden zünftige Köstlichkeiten serviert, fast alle vom eigenen Biobauernhof im Tal. Dort werden Topfen und Butter erzeugt und Brot gebacken.

 

Die Gowilalm wird von Anita Gösweiner bewirtschaftet, die die Alm von ihrer Mutter Gertrude Gösweiner übernommen hat. Wenn viel zu tun ist, kommt die einstige Hüttenwirtin nach wie vor auf die Gowilalm. Sie ist auch diejenige, die die meisten der herrlichen Mehlspeisen zubereitet. Und sie war Pionierin in umweltfreundlicher Hüttenbewirtschaftung: Solaranlage, Photovoltaikanlage und eine Pflanzenkläranlage gab es auf der Gowilalm schon lange bevor diese Ausstattung zum Standard gehörte. Früher wurde auf der Alm auch Milchwirtschaft btrieben, heute grasen dort oben Mutterkühe mit ihren Kälbern.

 

Atemberaubend ist der Panoramablick Richtung Westen:
unzählige Gipfel wetteifern um Aufmerksamkeit. Und jeden Abend gibt es als Draufgabe einen prachtvollen Sonnenuntergang. Der gemütliche Kalkalpenweg-Wanderer trifft hier mitunter auch den einen oder anderen Gipfelstürmer an. Denn die Gowilalm eignet sich als Stützpunkt für den Aufstieg zum Großen oder Kleinen Pyhrgas.



Die einladende Dümlerhütte ist von Spital am Pyhrn aus auf dem Kalkalpenweg erreichbar.© Norbert Mottas
Die einladende Dümlerhütte ist von Spital am Pyhrn aus auf dem Kalkalpenweg erreichbar.© Norbert Mottas
Rauschend stürzt das Wasser durch die wildromantische Dr. Vogelgesangklamm in  Spital am Pyhrn, Urlaubsregion Pyhrn-Priel © OÖ. Tourismus/Erber
Rauschend stürzt das Wasser durch die wildromantische Dr. Vogelgesangklamm in Spital am Pyhrn, Urlaubsregion Pyhrn-Priel © OÖ. Tourismus/Erber
Die Gowilalm hoch über Spital am Pyhrn ist ein kulinarischer Hotspot am Kalkalpenweg und beliebter Ausgangspunkt für Bergtouren in den Haller Mauern. © OÖ. Tourismus/Erber
Die Gowilalm hoch über Spital am Pyhrn ist ein kulinarischer Hotspot am Kalkalpenweg und beliebter Ausgangspunkt für Bergtouren in den Haller Mauern. © OÖ. Tourismus/Erber

Über die Wurzeralm zur Dümlerhütte
Die nächste Etappe des Kalkalpenwegs führt über Holzer Alm, Hofalm, Rohrauerhaus, Bosruckhütte und durch die wildromantische Dr. Vogelgesangklamm ins Tal hinunter nach Spital am Pyhrn. Die Wurzeralm auf der anderen Talseite und die Dümlerhütte sind die nächsten Ziele. Die Wurzeralm ist ein Hochplateau, über das sich der Teichlbach schlängelt. Die Wiese leuchtet in einem üppigen Grün, aus dem Blumen in allen Farben hervorstechen. Besonders bizarr sind die Berge ringsum: zerklüftet und rot leuchtend auf der einen Seite, quergestreift auf der anderen. Der Themenweg „2 Millionen Jahre in 2 Stunden“ befasst sich mit den geologischen und ökologischen Besonderheiten der Wurzeralm. Nach diesem Ausflug in eine ferne Vergangenheit bestimmt der Kalkalpenweg wieder die Route über den Halssattel zur Dümlerhütte vor dem gewaltigen Bergpanorama des Warschenecks.

 

Die Dümlerhütte wird von Berta und Wolfgang Peböck bewirtschaftet. Berta ist
berühmt für ihre herzhafte rustikale Küche mit Mühlviertler Spezialitäten.Wolfgang ist einer der längstdienenden Hüttenwirte des Alpenvereins. „Ich habe keinen einzigen Tag bereut, den ich hier oben verbracht habe“, erzählt er. Besonders freut ihn, dass manche Gäste immer wieder kommen. Zu vielen hat sich eine herzliche Freundschaft entwickelt. Wolfgang nennt ein Beispiel: Freunde aus St. Martin im Mühlkreis überraschten ihn mit einem 14 Meter hohen Maibaum. Zuhause hatten die St. Martiner den Baum probeweise einmal rund ums Haus getragen und gemeint, den würden sie locker zur Dümlerhütte tragen können. Doch sie hatten die Serpentinen und den teils steilen Anstieg unterschätzt. Mit letzter Kraft schafften sie es dann doch, den Maibaum vor der Dümlerhütte aufzustellen. Sehr gute Beziehungen pflegen Herta und Wolfgang zu den Bauern, die die Weide rund um die Dümlerhüte gepachtet haben. Wolfgang passt auf die Kühe auf und wenn er was vom Tal braucht, dann bringen das die Bauern zur Materialseilbahn. Viele Produkte, die auf der Dümlerhütte auf den Tisch kommen, stammen von diesen Bauern.

 

Gesellig genießen auf der Zellerhütte
Von der Dümlerhütte führen mehrere Wege zur Zellerhütte. Die alpine Version
lotst über das Warscheneck, eine andere über den Windhager See. Auch hier dürfen die Wanderer ein paar Mal ganz schön Höhenmeter zurück legen aber sie wissen: Es wartet bereits ein Schweinsbraten auf sie. Kommt man am Nachmittag zur Zellerhütte, empfiehlt es sich, auf der Terrasse auf der Westseite Platz zu nehmen und die untergehende Sonne und das prächtige Bergpanorama zu genießen: Spitzmauer, Großer Priel und Kleiner Priel sind die auffallendsten Berge. Besonders eindrucksvoll sind sie auch, wenn sie von der Morgensonne beleuchtet werden.Wenn man Glück hat geschieht folgendes: Auf der Terrasse sitzt schon eine illustre Runde. Einer der Gäste singt und spielt Gitarre und die anderen singen an den Stellen mit, wo sie den Text kennen. Der Hüttenwirt Robert Leiss, gesellt sich zur Runde. Auch er hat eine Gitarre dabei. Nach ein paar Liedern muss er sich allerdings in die Küche begeben, um Semmelknödel zu drehen, während sich die Hüttenwirtin Heidi Leiss der Zubereitung des Schweinsbratens widmet. Nach dem gemeinschaftlichen Genuss des Schweinsbratens werden wieder die Gitarren ausgepackt und es gibt Hüttengaudi bis in die Nacht hinein. Auch Heidi und Robert Leiss sind Hüttenwirte aus Leidenschaft, die sehr mit der Zellerhütte verbunden sind. Obwohl Robert schon so manche Nepal-Tour geleitet hat, ist sein Lieblingsplatz noch immer die Zellerhütte, wo er und Heidi mit den Gästen gern Freundschaften schließen.Beim Abstieg Richtung Hinterstoder wird man vielen Wanderern begegnen, denen die Vorfreude auf die gute Bewirtung auf der Zellerhütte ins Gesicht geschrieben steht. Je näher Hinterstoder kommt desto eindrucksvoller werden der Kleine und der Große Priel und die Spitzmauer. Die Gipfel des Toten Gebirges sind die stummen Begleiter auf dem Weg ins Tal hinunter, auf dem letzten Teilstück der Wanderung.

 

Informationen:

Kalkalpenweg
Auf einer Strecke von 156 Kilometern und 18.000 Höhenmetern führt der Kalkalpenweg in 11 gemütlichen Tagesetappen durch den Nationalpark Kalkalpen und die Urlaubsregion Pyhrn-Priel. Ausgehend von Reichraming im Ennstal, lenkt die Route über das Sengsengebirge nach Windischgarsten, weiter nach Spital am Pyhrn und über das Tote Gebirge nach Hinterstoder. Abschließend geht es über den Flötzersteig nach St. Pankraz. Nähere Infos unter www.kalkalpenweg.at


Gowilalm
Anita Gösweiner
Bei Schönwetter bewirtschaftet ab Anfang Mai, ansonsten Juni bis Ende Oktober. 3 Betten, 28 Plätze im Lager
Telefon: +43/(0)664/8923816, E-Mail: info@gowilalm.at, www.gowilalm.at

 

Dümlerhütte
Herta und Wolfgang Peböck
Bewirtschaftet von Mai bis Ende Oktober. 10 Betten, 58 Plätze im Lager
Telefon: +43/(0)7562/8603, E-Mail: duemlerhuette@pptv.at, www.duemlerhuette.at

 

Zellerhütte
Heidi und Robert Leiss
Von Mai bis Ende Oktober durchgehend bewirtschaftet, von Dezember bis
Ostermontag an den Wochenenden, November geschlossen. 8 Betten, 35 Plätze im Lager
Telefon: +43 (0)664/1668424, E-Mail: info@zellerhuette.at, www.zellerhuette.at

 

Nähere Informationen
Urlaubsregion Pyhrn-Priel, Hauptstraße 28, A-4580 Windischgarsten,
Tel.: +43/(0)7562/5266
Fax: +43/(0)7562/5266-10, E-Mail: info@pyhrn-priel.net, www.pyhrn-priel.net


Weitere Informationen unter www.warth-schroecken.com

Warth-Schröcken Tourismus
Tel.: +43 (0) 5583/35150 oder +43 (0) 5519/2670
Fax.: +43 (0) 5583/35156 oder +43 (0) 5519/2675
info(at)warth-schroecken.com

 

Fact-Box
Warth-Schröcken - das Bergparadies am Arlberg
Lage: Die beiden Orte Warth und Schröcken liegen auf einer Seehöhe von
1.500 bzw. 1.260 Metern in Vorarlberg in Österreich, eingebettet zwischen
Arlberg, Lechtal und Bregenzerwald
Saisonbeginn erfragen
Liftanlagen: Steffisalp Express (Anfang Juli bis Ende September), Lecher
Sommerbahnen (Ende Juni bis Anfang Oktober) und Bergbahnen Bregenzer Wald
(Mai bis Oktober)
Inclusiv-Card: Für Gäste der Orte Warth und Schröcken, kostenlose Nutzung
der Bergbahnen und dem Angebot von geführten Bergtouren
Kostenloses Wochenprogramm:Geführte Themen-Wanderungen (Kräuterwanderung,
Alpkäsereibesichtigung etc.) und Bergtouren sowie Wochenprogramm für
Erwachsene und Familien
Kinderangebot: Canyoning-Tour, Abenteuertag, Kinderklettern etc.
Abenteuerpark Schröcken:30 Seilparcours, 2 Seilrutschen, 1 Flying Foxbahn
150 Meter lang, aktuelle Öffnungszeiten erfragen.
Einwohner: 210 bzw. 240
Gästebetten: 719
Anreise: mit dem Flugzeug nach Zürich-Kloten (ca. 200 km), München (ca. 180
km) oder Friedrichshafen (ca. 130 km); mit dem Auto von München: A95 -
Oberau - Ettal - Linderhof - Grenze Ammerwald - Plansee - Reutte - Lechtal
- Warth - Schröcken, von Stuttgart: A8/A7 bis Oy - Oberjoch - Tannheim -
Weißenbach - Warth-Schröcken, von Basel/Zürich: N3/N1 - St. Margarethen -
Au - Lustenau - Dornbirn - Bödele - Bezau - Schröcken-Warth, von Milano:
Como - Lugano - Chur - N13 - Au - Lustenau - Dornbirn - Bödele - Bezau -
Schröcken - Warth und von Salzburg: Bad Tölz - A95 - Oberau - Ettal -
Linderhof - Grenze Ammerwald - Plansee - Reutte -Lechtal - Warth-Schröcken






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