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Wassersportarena Traunsee

REGION/LAND: Salzkammergut, Österreich
KOMMENTAR: Von wegen Landratten. Segeln in Österreich ist in und geht wahnsinnig ab. Wer Wassersport und kulinarische Highlights verbinden möchte fühlt sich in dieser Region wie im Gott in....Österreich.


Glückstreffer Wassersportarena Traunsee

Bild oben: Der Traunsee im Salzkammergut bietet für Surfer nahezu ideale Windbedingungen.
Bild unten: Die Omega Traunsee Woche - ein absolutes Saisonhighlight im Salzkammergut für alle Segler.

von: JUDITH DULLER-MAYRHOFER 
 
Lacus felix nannten die Römer den Traunsee. Heute freuen sich die Gäste über das vielfältige Angebot einer von Berggipfeln umrahmten Wassersportarena.

Was für eine Show: Vier Tornados, ultraschnelle Segelkatamarane, die auch bei Olympia gesegelt werden, sausen auf uns zu. Jeweils zwei Mann turnen akrobatisch im Trapez, die Gischt spritzt bis über ihre Köpfe. Dann, bei der Wendemarke, waghalsige Manöver, eine riesige gelbe Tonne muss gerundet werden, fast kommt es zu einer Kollision, deutlich hören wir das Geschrei. Nach der Tonne Hektik an Bord, die Teams ziehen ein zusätzliches Segel hoch und flitzen mit dem Wind in die andere Richtung. Wow!

Beobachten können wir dieses Spektakel direkt von der Gmundner Esplanade im oberösterreichischen Salzkammergut aus, erste Reihe fußfrei quasi. Unter dem Motto Sailing in the City bringt man hier den Sport zum Publikum und lässt während der Traunsee-Woche, einem Event der Extraklasse, bei dem rund 700 Seglerinnen und Segler ihr Bestes geben, die attraktivsten Klassen unmittelbar vor dem Ufer um den Sieg kämpfen. Mit von der Partie ein hoch dekoriertes Team, nämlich die österreichischen Doppelolympiasieger Roman Hagara und Hans Peter Steinacher. Und wir live dabei! Bei einem Stück Gmundner Torte, einer ebenso sünd- wie nahrhaften Köstlichkeit aus Mürbteig, Rührteig, Preiselbeermarmelade und Schokoguss, sehen wir zu, wie die Tornado-Flotte im glitzernden Gegenlicht verschwindet, und überlegen, wie wir die nächsten Tage anlegen sollen. Schließlich wollen wir im Urlaub nicht nur faulenzen, sondern den Traunsee aktiv nutzen. Er gilt als eines der besten Windreviere Österreichs und erinnert bei einer stabilen Schönwetterperiode an den Gardasee, der für seine zuverlässigen thermischen Winde berühmt ist. Also: Segeln, Surfen oder Kiten? Am besten, wir sammeln erstmal Informationen, ehe wir uns entscheiden.
   
Surfen wie die Profis
Um einen Teil der konsumierten Tortenkalorien abzuarbeiten, spazieren wir flott zu den Hammerschmid-Schwestern, die in Gmunden eine Surfschule und einen ausgezeichnet sortierten Shop betreiben. Deren Vater läutete Mitte der Siebziger Jahre die goldene Zeit des Surfsports auf dem Traunsee ein und importierte die Bretter ins Salzkammergut. Einer der von ihm Infizierten, der Ebenseer Thomas Wallner, schaffte es mit dem Surfbrett sogar bis Olympia – er vertrat Österreich bei den Spielen 1988 in Pusan. So viel Ehrgeiz haben wir nicht, wir wollen unsere rudimentären Kenntnisse auffrischen und vor allem Spaß haben. Kein Problem, versichert uns Barbara Hammerschmid, wenn wir einen Kurs buchen, können wir uns ganz nach Lust, Laune, Wind und Wetter, vier oder fünf Tage aussuchen, an denen wir uns der Herausforderung auf dem wackeligen Brett stellen. Und falls uns doch der Ehrgeiz packt: Der Surfgrundschein ist gar nicht so schwierig zu erwerben, weltweit anerkannt und berechtigt uns, Surfmaterial auszuborgen und auf eigene Faust weiterzuüben.

Schnell wie der Wind
Mal sehen, jetzt machten wir uns erst einmal auf den Weg nach Ebensee. Dort besitzt Tony Ully eine Kiteschule, in der die ganze Palette von Schnupperkurs bis Lektionen für Fortgeschrittene angeboten wird. Die Schüler werden per Boot begleitet, so lernt es sich gut und vor allem sicher. Ebensee ist eine ideale Location fürs Kiten, erklärt uns Tony Ully, denn in der Bucht gibt es durch die Düse beim Sonnstein fast immer perfekten, gleichmäßigen Wind. Tony muss es wissen, denn er war der Erste, der mit einem Kite über den Traunsee bretterte und damit exotisches Flair ins alpine Panorama brachte. Zum Schluss zeigt er uns noch die große Wiese, die den Kitern von der Gemeinde Ebensee zur Verfügung gestellt wurde, und seine Windbar. Direkt am Wasser gelegen, versorgt sie die Kiter tagsüber mit Snacks und Getränken, abends geht dort die Post ab bei Beachpartys, Lagerfeuer und Gitarrenromantik. Das klingt nicht übel!  
    
Setz die Segel
Ebensee ist auch die richtige Adresse um das Segeln zu lernen: 17 Boote stehen bei Wassersport Stadlmann parat, von der Jolle bis zum Kajütschiff. Wer noch keine Ahnung hat, kann das Segeln hier von der Pike auf lernen, wer schon vertraut mit diesem Sport ist, spezielle Perfektionskurse belegen. Oberclou: All das wird auch in Form einer „fliegenden Segelschule“ angeboten, das bedeutet, dass man seine Lektionen nicht unbedingt in Ebensee konsumieren muss – Boot plus Lehrer kommen auch an jeden anderen Ort am Traunsee. Oder man lässt sich mit dem Wassertaxi abholen und nach Ebensee chauffieren. Das nennt man Service! Wir sehen uns die Boote am Steg an und fragen einen der Segellehrer so lange Löcher in den Bauch, bis er uns einen „Probeschlag“ anbietet – nein, das hat nichts mit unkontrollierter Gewaltanwendung zu tun, sondern ist die Einladung zu einer kurzen Ausfahrt. Natürlich sagen wir nicht nein und entern selbstbewusst eine Aquila. Segel setzen, ablegen und schon geht es los. Unser Gastgeber zeigt uns, an welcher Schnur wir wann ziehen müssen (und dass es nicht Schnur sondern Groß- bzw. Vorschot heißt) und überlässt uns bei der Rückfahrt sogar die Pinne. He, das macht Spaß – fast fühlen wir uns wie die Tornado-Könner, die wir vor wenigen Stunden in Gmunden bewundert haben.

Also: Segeln, Surfen oder Kiten? Die Wassersportarena Traunsee macht einem die Entscheidung nicht leicht. Aber welche Wahl wir auch treffen – wir werden sie garantiert nicht bereuen

 

Infomationen:

Anfahrt:
Von Salzburg auf der Autobahn A1 bis Regau, B145 Salzkammergutbundesstraße Richtung Gmunden, Altmünster, Ebensee
Von Wien auf der Autobahn A1 bis zu den Ausfahrten Steyrermühl, B144 Richtung Gmunden und Ferienregion Traunsee (bzw. Abfahrten Vorchdorf, Lindach, Regau sind auch möglich)
Von Passau auf der Autobahn A8 bis zum Autobahnknoten Wels, dort Richtung Graz/Salzburg bis zum Autobahnkreuz Voralpenkreuz, Richtung Salzburg auf der Autobahn A1 bis zu den Ausfahrten Steyrermühl, B144 Richtung Gmunden und Ferienregion Traunsee (bzw. Abfahrten Vorchdorf, Lindach, Regau sind auch möglich)

Kurzporträt Traunsee:
Der Traunsee liegt auf einer Höhe von 422 Metern, ist 12 km lang, 3 km breit und umfasst eine Fläche von 24,35 km2. Er ist der tiefste See Österreichs, seine maximale Tiefe beträgt 191 Meter, seine mittlere Tiefe 91 Meter, sein Wasser hat Trinkwasserqualität. Er wird von der Traun durchflossen, die in Ebensee mündet, in Gmunden den See wieder verlässt und Hauptursache dafür ist, dass die Wassertemperatur auch in heißen Sommern kaum über 20° steigt.

 

Info-Adressen:
Ferienregion Traunsee, Toscanapark 1, A-4810 Gmunden, Tel. +43(0)7612/74451, E-Mail: info(at)traunsee.at, Internet: www.traunsee.at

 

Kiteschule Anton Ully, Rindbach, A-4802 Ebensee, Tel.: +43(0)676/3408779,
E-Mail: anton.ully(at)utanet.at, www.kiteschule.at

 

Surf Hammerschmid, Traunsteinstraße 139a, A-4810 Gmunden, Tel.: +43(0)7612/63692, E-Mail: info(at)surf-hammerschmid.at, Internet: www.surf-hammerschmid.at

 

Wassersport Stadlmann, Strandbadstraße, A-4802 Ebensee, Tel.: +43(0)664/5864312, E-Mail: peter.stama(at)aon.at, Internet: www.freizeitparadies-rindbach.at





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