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Seeterrasse und Saiblingstartar

REGION/LAND: Salzkammergut, Österreich
KOMMENTAR: Wie hieß nochmal der deutsche Bundeskanzler der hier zu urlauben pflegte? Jetzt wissen wir auch warum.


Ruhe, Genuss und alpine Wellness „Im Weissen Rössl“ in Sankt Wolfgang

Die Rössl-Seeterrasse direkt am Wolfgangsee lädt zum Verweilen im Hotel Im Weissen Rössl ein.

von: CLAUDIA DABRINGER 

 

„Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist. Was kann der Sigismund dafür, dass man ihn liebt?“ Obwohl im Autoradio der Beat ganz anders klopft – der singende Gunther Philipp drängt sich als Sigismund Sülzheimer penetrant in mein Gehirn. Mehr zuckerlbunte Bilder aus dem 60er Jahre-Film „Im Weißen Rössl“ folgen: Peter Alexander als hektisch-verliebter Oberkellner Leopold Brandmeyer, Waltraut Haas als angestrengt-zuvorkommende Rösslwirtin Josefa Vogelhuber und das lispelnde Klärchen. Und das alles eingebettet zwischen Zwölferhorn und Schafberg, umspült von den sanften Wellen des Wolfgangssees und der immerfort strahlenden Sonne des Salzkammergutes.

Doch je näher ich und mein innerer Benatzky-Wurlitzer Sankt Wolfgang kommen, umso leiser wird er. Vor dem Eingang des Hotels „Im Weissen Rössl“ liegt der Stecker plötzlich neben der Dose. Auch wenn mich Gepäcksjongleur Hans noch kurz an den Leopold erinnert – der Film ist buchstäblich gerissen. Nicht Josefa Vogelhuber, sondern Gudrun Trutmann-Peter begrüßt mich und lässt mir durch den Chefportier die Hochzeitssuite zuweisen. Mit einem inneren Seufzen bedaure ich kurz, meine bessere Hälfte zuhause gelassen zu haben und erklimme den dritten Stock und die weiteren Stufen ins „Juchhe“. Eine kleine Loggia lockt mich aufs Dach. „Ein Wahnsinnsblick“, denke ich mir und erfahre später, dass er auf den Löwenkopf, das Gamsfeld und die Bleckwand gefallen ist. Auf dem Schreibtisch steht ein Computerbildschirm, bereit zum Emailabrufen – doch wer denkt beim drehbaren Bett an Arbeit?
   
Das ganze Jahr planschen im Seebad
Seit ich 1999 zum ersten Mal vom Pool des „Rössls“ im Wolfgangssee gelesen habe, möchte ich hinein springen. Jetzt ist es soweit. Fitness- und Wellnesstrainer Michael Lippert versichert mich der 30 Grad, die Außentemperatur liegt bei 15 Grad. Ich streife den Bademantel im Freien ab und taste mich in Richtung Wasser. Gefühlte 22 Grad – mehr gebe ich dem Wasser nicht, aber die Bewegung bringt die Wärme zurück. Auch wenn das Hallenbad mit Granderwasser gefüllt ist: gegen ein Bad im Wolfgangssee-Pool kommt es nicht an. Erfrischt bummle ich durch die Oase der Sinne, lasse mich im Traunerlbad bei 45 Grad antrocknen, teste den Stepper samt TV-Schirm und lege mich in den Panoramaraum. Hinter mir die Kirchenmauer, vor mir die Bestätigung, warum die Menschen seit dem Mittelalter nach Sankt Wolfgang pilgern.

 

Ein Blick auf die Uhr. Zeit für das Reviderm Spa.
Aufstieg über die Gundelindenstiege. Ein Beauty Fresh Up bei gezupften Gitarren steht auf dem Programm. Zuerst wird mein Gesicht „upgefresht“ und gepeelt, dann kommt der Rest des Körpers dran: mit grobem Salz überzogen fühle ich mich wie eines der Wiener Schnitzel, das auf der Seeterrasse serviert wird. Doch danach scheint meine Haut um Jahrzehnte verjüngt. Dazu beigetragen haben auch die sanften Hände von Katharina, die mir bei der Aroma-Massage eine ätherische Ölmischung aus Lavendel und Iris aufgetragen haben.

Fast neugeboren gebe ich dem Knurren meines Magens nach und treffe in der Bar Gudrun Trutmann-Peter wieder, die gute Seele des „Weissen Rössl“: „Ich denke nicht in Zielgruppen, sondern in Menschen“, strahlt sie aus. Unter ihrem Dach haben die Ausflügler, die auf der Seeterrasse noch heute nach Peter Alexander fragen, ebenso Platz wie die Gäste des Hotels und die Liebhaber der gehobenen regionalen Küche. Sie ist ein Teil des „Alpine Wellness“-Konzepts, das Trutmann-Peter verfolgt. Ich staune über die Etagere von Wolfgangseeschmankerln mit Aberseer Schafskäse, Saiblingstatar und Ochsenzunge, beobachte aus grätenphobischen Gründen mein Gegenüber beim Filettieren der gefüllten Wolfgangsee-Forelle und hätte gerne noch den gebackenen Dachstein probiert, eine mit Eischnee überbackene Eisspezialität. Aber die Linie! Deshalb konsumiere ich als Dessert die farbig-schillernden Wasserspiele am Rande des Außenpools. Die Pirouetten erscheinen mir noch bei geschlossenen Augen, als ich im Bett liege und mich frage, ob ich am nächsten Tag wohl in derselben Stellung aufwache oder mich vielleicht gedreht habe. 
Bildtext: Das viel besungene Hotel "Im Weissen Rössl" liegt direkt am Wolfgangsee im Salzkammergut.

   
Rössl Genuss pur
Einen heftigen Regenguss und etliche Stunden später – das Bett befindet sich an bekannter Stelle – stehe ich mit großen Augen vor dem als „Frühstückserlebnis“ beschriebenen Buffet und stelle fest: es hält das Versprechen. Rund zehn verschiedene Sorten offener Tee, Müslis en masse, regionale Käsespezialitäten – hier bleibt kein Mund trocken! Die Plätze direkt am Fenster sind logischerweise alle besetzt, doch selbst aus der zweiten Reihe ist der Blick wohl das inoffizielle Erlebnis. Hier lassen sich Pläne machen, unterstützt von der „Rössl-Post“ und ihren Anregungen, wie beispielsweise den Yoga-Morgengruß mit Michael Lippert. Den habe ich leider versäumt, doch für das nächste Mal steht dieses Ritual – mit 8:00 Uhr zu einer für Urlauber nachtschlafenen Zeit angesetzt - fest in meinem Terminkalender. Yoga und alpine Wellness sind im „Rössl“ kein Widerspruch, genauso wenig wie die Betriebsamkeit auf der Terrasse und der Genuss im Hotel. „Bei uns können die Menschen zu sich selbst finden, und das auf viele verschiedene Weisen“, sagt Gudrun Trutmann-Peter. Ich war auf der Suche nach dem Filmschauplatz und habe viel mehr gefunden: Ruhe, Genuss und 

 

Informationen:
Anreise:
Aus Osten oder Norden kommend: Verlassen Sie die Westautobahn (A1) bei Regau und fahren anschließend über die B 145 nach Gmunden und am Traunseeufer entlang Richtung Bad Ischl. Dort folgen Sie der Beschilderung Richtung Salzburg und St. Wolfgang auf der B 158 durch den Kaiserparktunnel bis Strobl, wo Sie rechts nach St. Wolfgang abbiegen. Geradeaus in die Fußgängerzone einfahren. Im Ort biegen Sie vor der Kirche links auf den Marktplatz ab und erreichen durch den Torbogen das Weisse Rössl.

Aus dem Süden kommend: Überqueren Sie den Pötschenpass auf der B 145 Richtung Bad Ischl und fahren durch den Kaiserparktunnel auf der B 158 in Richtung St. Wolfgang. Geradeaus in die Fußgängerzone einfahren. Im Ort biegen Sie vor der Kirche links auf den Marktplatz ab und erreichen durch den Torbogen das Weisse Rössl.
Aus dem Westen kommend: Verlassen Sie die A1 Westautobahn bei Thalgau und nehmen die L 117 bis Hof, wo Sie links auf die B 158 Richtung Wolfgangsee abbiegen. Bei St. Gilgen erreichen Sie den Wolfgangsee und biegen bei Strobl in Richtung St. Wolfgang ab. Geradeaus in die Fußgängerzone einfahren. Im Ort biegen Sie vor der Kirche links auf den Marktplatz ab und erreichen durch den Torbogen das Weisse Rössl.

Info & Buchung: Hotel Im Weissen Rössl****S, A-5360 St. Wolfgang, Tel.: +43(0)6138/2306 0, Fax: +43(0)6138/2306-41; E-Mail: welcome(at)weissesroessl.at, Internet: www.weissesroessl.at





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