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Muschelkalkmuseum Ingelfingen










Stadtverwaltung Ingelfingen
Rathaus – Neues Schloss
74653 Ingelfingen
Telefon: 0 79 40 / 13 09 - 22
Telefax: 0 79 40 / 13 09 - 62
E-Mail: encrinus(at)hagdorn-ingelfingen.de
Internet: www.muschelkalkmuseum.de


Öffnungszeiten
Samstag: 14:00 - 17:00 Uhr
Sonntag: 10:30 - 16:00 Uhr
Mittwoch (1.5. - 31.10.): 15:00 - 17:00 Uhr

 

Mit dem Muschelkalkmuseum in der historischen Inneren Kelter haben die Stadt Ingelfingen, die Friedrich von Alberti-Stiftung der Hohenloher Muschelkalkwerke und der Privatpaläontologe Dr. Hans Hagdorn eine beeindruckende Ausstellung zur Erd- und Lebensgeschichte der Triaszeit geschaffen.

 

Vor 240 Millionen Jahren lag Hohenlohe in den Subtropen und war vom Muschelkalkmeer bedeckt, in dessen Ablagerungen Schalen und Skelette zahlreicher Organismen versteinert erhalten geblieben sind. Über dem Muschelkalk liegen Gesteinsschichten, die im Hohenloher Land bedeutende Saurierfunde geliefert haben. Auf fast 600 Quadtratmetern formt sich ein Bild von einem subtropischen Flachmeer mit Seelilienwäldern und Muschelriffen, Ammoniten, Paddelechsen und Pflasterzahnsauriern.

 

Auch die jüngste Erdgeschichte ist dokumentiert. Ein geologisches Modell zeigt den Bau des Hohenloher Landes, die Flussgeschichte von Jagst und Kocher mit ihren Talhängen und steilen Bachschluchten.

 

Der Rohstoffgewinnung in Vergangenheit und Gegenwart sind weitere Ausstellungsgruppen gewidmet: Dem Muschelkalk-Salz, das bis heute aus Solequellen und bergmännisch gewonnen wird, dem Gips und der Lettenkohle, vor allem aber den Bausteinen aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper, die seit Jahrhunderten in Hohenlohe verbaut werden.

 

Die Kalkstein- und Mergelschichten enthalten fossile Reste der reichen Lebewelt des Muschelkalkmeeres. Am bekanntesten sind zu Stein erhärtete Gehäuse von Tintenschnecken und Seelilien, blumenartigen Meerestieren, die mit ihren Fangarmen Plankton aus dem Wasser siebten. Faszinierend auch das Heer der Muscheln, Schnecken, Armfüßler, Krebse und Korallen, die hier vor 240 Millionen Jahren lebten. Die Herren des Muschelkalkmeeres waren die Nothosaurier, langhalsige Fischräuber, die bis zu 5m Länge erreichten, die Pflasterzahnechsen und die Fischsaurier. In den Sümpfen lebten vor allem Urluche, darunter der gigantische Mastodonsaurus, das größte Amphibium, das jemals auf der Erde lebte. Auch Querkopf-Lurche, der älteste Metoposaurier und ein später Trematosaurier wurden in Hohenlohe gefunden.

 

Als Alpharäuber stand am Ende der Nahrungskette das dinosaurierähnliche Scheinkrokodil, der „Kupferzeller Fröscheschlitzer“. Hervorragende Funde dieser und vieler weiterer Amphibien, Reptilien und Fische, außerdem von Wirbellosen und von Pflanzen sind aus der Sammlung Werner Kuglers, des Crailsheimer „Saurierkönigs“, zu bestaunen.

 

Unser Land zur Triaszeit - Diagramme, Karten, geologische Profile und Aufschlussbilder umreißen die Lage unseres Landes während der Triaszeit und berichten von der größten Katastrophe in der Erdgeschichte, bei der viele Tiergruppen ausgelöscht wurden, und von den Ablagerungen des Muschelkalkmeeres und der Lettenkeupersümpfe, die in Jahrmillionen zu Gestein erhärtet sind.

 

Seeigel und Seelilien - Ein Forschungsschwerpunkt am Muschelkalkmuseum sind die triaszeitlichen Stachelhäuter aus aller Welt. Den Seelilien der Gattung Traumatocrinus aus der späten Trias Süd-Chinas ist eine besondere Ausstellung gewidmet. Mit der Sammlung Hoffmann von fossilen Seeigeln zeigt das Museum, wie sich diese Meerestiere stammesgeschichtlich entwickelt und an die unterschiedlichsten Lebensräume angepasst haben.




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