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Marokkos Hoher Atlas – Ein Eldorado für Trekking-Fans

REGION/LAND: Nordwest Afrika, Königreich Marokko,
KOMMENTAR: Ein Einstieg zum Aufstieg Marokko ist ein Paradies für Trekking-Fans: Die Hochgebirgsregion bedeckt rund 100.000 Quadratkilometer des Landes.


Fes und das Tor zur Medina
Fes und das Tor zur Medina

Als Hotspot dieses Kletter-Eldorados erstreckt sich die Gebirgskette des Hohen Atlas über mehr als 700 Kilometer zwischen Atlantik und Sahara. Über 4.000 Höhenmeter messen die eindrucksvollen Gipfel dieses Gebirgszuges. Er umfasst zirka zehn Viertausender und mehr als 400 Dreitausender. Die von Natur und Mensch vorgegebenen Möglichkeiten im Hohen Atlas bieten ideale Voraussetzungen für Trekkingtouren zu Fuß oder mit Skiern:

  • Viele Gebiete sind weitgehend unberührt und laden zum Neuentdecken ein.
  • Die Landschaft beeindruckt durch ihre Vielfältigkeit und faszinierende Schönheit.
  • Die Gipfel sind gut zu besteigen – auch die Viertausender.
  • Es herrscht ein unvergleichliches Klima.
  • Das Sonnenlicht schafft unvergessliche Szenerien in der Gebirgslandschaft.
  • Kontakte mit gastfreundlichen Einheimischen und ihre traditionelle Lebensweise bereichern eine Tour durch die Berge.

 

Djebel Toubkal – höchster Berg Nordafrikas
Mit 4.167 Metern überragt der Djebel Toubkal, der in dem gleichnamigen Nationalpark
liegt, die Gebirgskette des Hohen Atlas. Die faszinierende und ursprüngliche
Bergregion bietet ungeahnte Höhepunkte sowie eine beeindruckende Naturund
Kulturlandschaft. In dem 38.000 Hektar großen Nationalpark um Marokkos
höchsten Berg wachsen beispielsweise die ältesten Eichen und Thujen des Landes.
Außerdem begegnet man seltenen Tieren und Pflanzen und entdeckt 5.000
Jahre alte Felsgravuren.

 

Für Klettersportler sind besonders die zahlreichen Bergpässe, die bei einem Aufstieg des Djebel Toubkal überquert werden, interessant, denn ein Bergpanorama ist atemberaubender als das andere: Startet man zu einer Tour in dem Ort Imlil, treffen Trekker zu Beginn des Aufstiegs auf die Pässe Mzzik, Tizi-N-Tougdat, Tizi-N-Iguidi oder Tizi-N-Tfuright.

Der Ort Imlil bietet sich als Ausgangspunkt an, da dort in einem offiziellen Büro
erfahrene Bergführer angeheuert werden können. Bei Zwischenstationen in
Bergdörfern wie Aguerda, Ait Moussa oder Ait Joub lernen Trekker die typische
Architektur des Hohen Atlas – verschachtelte und übereinander getürmte, einfache Häuschen – kennen. Einheimische laden Vorbeiziehende hin und wieder zu einem traditionellen marokkanischen Minztee ein. (Foto oben: Kornbauern im Atlas Gebirge). Weitere Highlights auf dem Weg zum Gipfel sind das steinige Flussbett des Taflka Canyon, der Pass Zaout, der einen spektakulären Blick auf den Anti-Atlas bietet, sowie die Dörfer Ikiss oder Amzarkou, wo Bergsteiger am typischen Lebensstil der Bewohner des Hohen Atlas teilhaben können. An dem Bergsee Lac d’Ifni in der Nähe der Ortschaften Amssouzert und Ait Igrane beginnt der steile Aufstieg des Djebel Toubkal, beispielsweise über den Pass Tizi-NOuannoums mit einem Halt in der Neltner-Hütte. An- und Abreise bieten sich von Deutschland aus mit dem Flugzeug via Marrakesch an. Von dort aus gelangt man mit dem Kleinbus innerhalb von 3 Stunden nach Imlil.
Tipp: Durch den technisch einfachen Aufstieg zieht der Djebel Toubkal gerade Anfänger in seinen Bann. Trotzdem sind Kondition, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit unabdingbare Voraussetzungen. Obacht ist stets geboten, denn die Wanderpfade sind häufig sehr schmal beziehungsweise weglos.

 

Abenteurer reizen die spektakulären Schluchten
Die atemberaubenden Schluchten von Dades und Todra durchziehen die Südseite des Hohen Atlas und sind beliebte Ausflugsziele zu
Fuß sowie mit dem Auto. Der Weg zu den Schluchten führt durch kleine Dörfer und bizarre Felsformationen. Bis zu 300 Meter hohe überhängende Felswände prägen die wildromantischen Gebiete. Von der Stadt Boumalne gelangt man in die Dades-Schlucht (Foto oben), bei der Oase Tinerhir beginnt die Todraschlucht. Tinerhir gilt als eine der schönsten Städte an der Straße der Kasbahs (historische Burganlagen) und ist bekannt für ihre kunstvolle Gold- und Silberschmiede. Beide Orte sind besonders für kürzere Wanderexkursionen beliebt.

 

Ideale Reisezeit für Trekking-Begeisterte
Trekkingtouren zu Fuß können im Hohen Atlas ganzjährig unternommen werden.
Die beste Reisezeit ist jedoch von April bis Oktober. Im Hochsommer bieten sich
Rundtouren in den Hochtälern an. Für Abstiege in die Schluchten wird der Zeitraum von Juni bis Oktober empfohlen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, da gerade im Sommer heftige Unwetter die Wegstrecken in den Schluchten zeitweise unbegehbar machen. Trekker sollten zuvor aktuelle Informationen bei  andeskundigen und erfahrenen Bergleuten einholen. Skitouren beziehungsweise die für den Hohen Atlas typischen Maultier-Ski- Kombinationen werden von Anfang Februar bis Ende April angeboten. Die
untere Schneegrenze steigt rasch über 2.500 Meter auf der Nordseite des Hohen Atlas und über 3.000 Meter auf der Südseite (Foto: Schneebedecktes Atlas Gebirge). Im Rif und im Mittleren Atlas, den weniger hohen, jedoch durch schöne Zedernaufforstungen und immergrüne Eichen charakterisierten Massiven, sind im Frühjahr und Herbst die idealen Trekkingzeiten. Von November bis Mai können die Vorsahara-Massive von Sirwa und Sarhro zu Fuß durchquert werden. Dies ist eine mineralienreiche Region inmitten einer zerklüfteten Landschaft, die zum Abenteuer einlädt.

Trekkingtouren sind bei vielen deutschen Spezialveranstaltern buchbar. Die Tour-Programme reichen von eintägigen Ausflügen bis zu zweiwöchigen Trekkingtrips. Die durchschnittlichen Aufstiegszeiten pro Tag liegen bei zirka drei bis sechs Stunden.

 

Weitere Informationen
Staatlich Marokkanisches
Fremdenverkehrsamt                           
Tel.: 0211/ 37 05 51                
Fax.:0211/ 37 40 48               
E-Mail marokkofva@aol.com




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