REGION/LAND: Asien, Japan
KOMMENTAR: Wintersportfans, Naturfreunde und Sonnenanbeter kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten.
In der Region von Nagano (nordwestlich von Tokyo gelegen) erheben sich die Japanischen Alpen bis zu 2.000 Metern Höhe. Diese beliebte Region bietet interessante Skige-biete unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, wie beispielsweise die Shiga- oder Toga-kushi Heights. Als besondere Attraktion gilt jedoch der circa 30 Kilometer von Nagano entfernte Jigokudani Yean-Koen Nationlpark. Hier leben die badenden Schneeaffen, naturwissenschaftlich bekannt als Rotgesichtsmakaken. Sie lieben es - genau wie die einheimische Bevölkerung - in einem „Onsen“, also einer heißen Quelle zu baden. Je kälter es draußen ist, - und das Thermometer sinkt hier schon öfters auf –15° - desto fröhlicher planschen die Affen im wärmenden Nass und lassen sich dabei auch gern und hautnah beobachten. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art!
Doch nicht nur die Affen genießen das heiße Bad. Nach einer anstrengenden Skitour oder Wanderung ist für jedermann das Eintauchen in eine der zahlreichen Onsen Japans ein Labsal für Körper, Geist und Seele. Die circa 2.000 natürlichen Warmwasserbäder befinden sich stets in reizvoller Umgebung und dienen auch der Heilung von Krankhei-ten, je nach der Zusammensetzung des Wassers. Die Temperaturen reichen von sehr heiß (über 42 Grad), heiß und warm bis kühl (unter 25 Grad). Sicherlich nicht das ge-sündeste, aber das “härteste“ Badevergnügen bietet die Quelle von Kusatu. Wegen der extrem hohen Temperaturen (über 60 Grad) wird das Wasser erst einmal eine halbe Stunde von Bediensteten mit großen Holzpaddeln auf circa 47 Grad „kalt geklopft“, bevor die Mutigen eintauchen können, um nach genau drei Minuten das Bad krebsrot wieder verlassen zu dürfen.
Auch im Winter lohnt sich ein Besuch der Stadt Sapporo auf der Insel Hokkaido. Hier findet jedes Jahr in der ersten Hälfte Februar das „Snow Festival“ statt (Yuki Matsuri), ein Wettstreit um die schönsten Schnee- und Eisskulpturen. Äußerster Beliebtheit er-freuen sich hier auch Fahrten mit dem Schneemobil. Es gibt fünf Pisten verschiedenster Schwierigkeitsgrade, und die Touren dauern zwischen 15 Minuten und zwei Stunden.
Wer lieber den Frühling genießt, sollte mit seiner Reise nach Japan bis Ende März war-ten. Dann beginnt die berühmte Kirschblüte, die das Land in eine Symphonie in rosa verwandelt. Überall verleihen die zart blühenden Bäume der Landschaft einen besonde-ren Touch: sei es nun in Tokyo, wo der Baum vor dem 243 Meter hohen neuen Rathaus wie überall jedes Jahr nur eine Woche lang blüht, in der alt ehrwürdigen Stadt Nara, wo sich die Pracht besonders vor der Halle des großen Buddha des Tempels Todaji entfaltet oder in Nagano im Joyama Park, wo Kirschblütenfans richtig schwelgen können.
Wem der Sinn nun gar nicht nach Winter und heißen Quellens steht, sondern lieber im offenen Meer baden möchte, dem sei eine Reise nach Okinawa empfohlen. Das Archi-pel aus 161 Inseln, die mitten im Pazifik zwischen Japan und Taiwan liegen, bietet das ganze Jahr über Bade- und Angelfreuden in einer üppigen subtropischen Umgebung.
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