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Hoch oben, wo die Bisons grasen...

REGION/LAND: Alberta, Kanada
KOMMENTAR: Ein echter Geheimtipp für Naturliebhaber und Individualisten ist der Norden der westkanadischen Provinz Alberta. Ursprüngliche Naturschönheit, eine einzigartige Tierwelt, weite Landschaften sowie unberührte Wildnis sind typisch für diese Region.



Von Bisonbeobachtungen in den Nationalparks bis hin zu einer Reise zurück in die Pionierzeit Albertas – hier kommen naturverbundene und kulturbegeisterte Urlauber voll auf ihre Kosten.

 

Wood Buffalo National Park
Der Wood Buffalo National Park ist Kanadas größter Nationalpark und erstreckt sich über 45.000 Quadratkilometer bis zum südlichen Teil der Northwest Terri-tories. Das weitläufige Naturschutzgebiet umfasst eine von Flüssen durchzoge-ne sowie von vielen Seen und Sümpfen durchsetzte Landschaft. Herzstück des Parks ist eines der größten Frischwasserdeltas der Erde, das von den beiden großen Flüssen Athabasca River und Peace River gebildet wird. Gegründet wurde der Nationalpark bereits im Jahr 1922 zum Schutz von 1.500 Waldbi-sons, 1983 wurde er von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Berühmt ist der Wood Buffalo National Park für die größte freilaufende Herde von Waldbi-sons weltweit, die eine Unterart der Präriebisons sind. Naturliebhaber kennen den Park auch als letztes natürliches Brutgebiet des seltenen Schreikranichs. Außerdem gibt es hier einige der markantesten Gipskarst-Landschaften Nord-amerikas mit unzähligen Höhlen, Dolinen und unterirdischen Flussläufen zu bewundern, sowie einzigartige Salzebenen mit mächtigen Wanderdünen und riesige unberührte Gebiete borealer Wildnis.
Waldbisons sind die größten Landsäugetiere Nordamerikas. Historische Schät-zungen gehen davon aus, dass es einst mehr als 168.000 Exemplare in Kana-da gab. Intensive Jagd und schwere Winter sind, so glaubt man, die Haupt-gründe für den Rückgang der Bestände. Um die nach wie vor bedrohte Tierart zu schützen, hat die kanadische Regierungsbehörde Parks Canada im Jahr 2001 einen nationalen Schutzplan für Waldbisons ins Leben gerufen. Heute gibt es wieder insgesamt rund 10.000 Waldbisons in Kanada – etwa die Hälfte davon lebt im Wood Buffalo National Park.

 

Elk Island National Park
Bedeutend kleiner und von Edmonton aus in weniger als einer Stunde Auto-fahrt erreichbar ist der Elk Island National Park. Er war das erste kanadische Wapiti-Reservat und wurde zum Schutz einer zwanzig Kopf starken Herde ein-heimischer Wapitis errichtet. Auf einer Fläche von 195 Quadratkilometern wird hier eine Ökoregion – das Espen-Parkland – bewahrt, das früher die gesamte Nordflanke der Prärie säumte. Zur Wildtier-Beobachtung ist der Elk Island Nati-onal Park ideal – mit ungefähr 3.000 Tieren verfügt das Naturgebiet nämlich über eine der weltweit höchsten Konzentrationen an Großwild. 44 verschiedene Säugetierarten sind hier beheimatet, darunter Elche, Weißschwanz-Hirsche, Maultierhirsche, Wapitis, Kojoten, Biber, Bisamratten, Nerze und Stachel-schweine. Darüber hinaus bildet der Park den Lebensraum von mehr als 230 Vogelarten, darunter Enten, Möwen, Seeschwalben, Seetaucher und Eulen. Die prominentesten Vertreter der Fauna sind aber zweifelsohne die Wald- und Präriebisons. Mit rund 450 Tieren lebt hier Kanadas größte Präriebisonherde sowie eine kleinere Herde von 350 Waldbisons. Um eine Vermischung der bei-den Arten zu verhindern, werden sie getrennt gehalten. Die Waldbisons sind südlich vom Highway 16 anzutreffen, während die Präriebisons nördlich dieser Straße leben. Im Sommer können die Präriebisons vom Auto aus in einer Kop-pel zweieinhalb Kilometer nördlich vom Highway 16 beobachtet werden. Der Elk Island National Park ist Kanadas einziger Nationalpark, der von einem Zaun umgeben ist. Dadurch wird sichergestellt, dass die Bisons im Park bleiben und keine Raubtiere von außen eindringen können.
Die Geschichte des Elk Island National ist eng mit jener des Wood Buffalo Na-tional Park verbunden. 1957 entdeckte man in einer abgelegenen nordwestli-chen Ecke des letzteren eine Gruppe von 200 Waldbisons. Sie wurden einge-fangen und zum Mackenzie Bison Sanctuary in die Northwest Territories und in den Elk Island National Park nach Alberta gebracht. Die Herde im Elk Island National Park hat das Überleben dieser Spezies gesichert und ist heute die genetisch reinste Waldbisonherde der Welt.

 


Ukrainian Cultural Heritage Village
Kulturinteressierten wird im Ukrainian Cultural Heritage Village Spannendes geboten, denn hier wird die Zeit der Siedler, die aus der Ukraine nach Kanada kamen, lebendig. Das 50 Kilometer östlich von Edmonton gelegene Freilicht-museum ist ein realistischer Nachbau einer ukrainischen Siedlung, wie sie in den ländlichen Gegenden in Ost- und Mittel-Alberta zu Anfang des 20. Jahr-hunderts zu finden war. Die erste und größte ukrainische Siedlung Kanadas be-fand sich in dieser Region. Aus ihrer Heimat in Osteuropa vertrieben, flohen die Ukrainer in die kanadischen Prärien. Sie kleideten sich und verrichteten ihre Arbeit so, wie sie es aus der „Alten Welt“ gewöhnt waren. Diese Traditionen werden im Ukrainian Cultural Heritage Village aufrecht erhalten, und die Besu-cher haben die Möglichkeit, in die Welt von damals einzutauchen. Schon am Eingang werden sie herzlich von der ukrainischsprachigen Bevölkerung will-kommen geheißen und können am Alltag der Siedler teilhaben. Die Gäste wer-den zum Beispiel in die Häuser eingeladen, um den Frauen bei der Zubereitung landestypischer Spezialitäten wie etwa „Piroggen“ (gefüllte Teigtaschen) und „Holubzi“ (Kohlrouladen gefüllt mit Reis und Fleisch) über die Schulter zu schauen. Die Männer hingegen führen Interessierten gern die traditionellen Me-thoden des Gemüseanbaus vor Augen. Veranstaltungen finden am zweiten Sonntag im Juni und August sowie am letzten August-Sonntag statt. Das Mu-seum hat im Sommer täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, und der Eintritt beträgt sieben kanadische Dollar.

 

Vegreville und das weltgrößte Pysanka
Kein Museumsdorf, sondern ein Ort mit ukrainischer Tradition ist Vegreville, rund 100 Kilometer östlich von Edmonton. Obwohl, wie der Name es andeutet, zuerst von französischen Farmern aus Kansas gegründet, ist das Städtchen mit seinen 5.200 Einwohnern heute bekannt für sein ukrainisches Erbe. Die bedeu-tendste Sehenswürdigkeit in Vegreville ist das weltgrößte Pysanka – ein gigan-tisches, traditionell verziertes, ukrainisches Osterei. Es steht am östlichen Orts-rand, ist acht Meter lang, wiegt 2,27 Tonnen und kann sich wie eine überdi-mensionale Wetterfahne im Wind drehen. Weitere Informationen finden sich unter  www.vegreville.com.

 

Infos und deutschsprachiges Informationsmaterial über Alberta unter:


Tel: 01805-52 62 32 / canada-info@t-online.de
Lange Touristik Dienst
Postfach 200247
63469 Maintal
www.TravelAlberta.com





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